Im Einsatz für fortgeschrittene Kopf- und Gesichtsschutzausrüstung für moderne Kampfszenarien

DIE AUSGANGSLAGE

Die Art der Kriegsführung unterlag in letzter Zeit bedeutenden Veränderungen. Statistiken unzähliger Kopf-, Gesichts- und Nackenverletzungen in diesem Jahrhundert legen Zeugnis von den verheerenden Auswirkungen der Verbreitung von selbstgebauten Sprengkörpern und Häuserkämpfen ab. Verglichen mit den Kriegen des 20. Jahrhunderts sind Kopfverletzungen nicht nur immer weiter verbreitet, sie werden auch immer unverhältnismäßiger. The Journal of Trauma veröffentlichte 2008 eine Studie, derzufolge „bis zu 30% aller Todesfälle durch Gesichts- und Nackenverletzungen hervorgerufen werden, obwohl Gesicht, Kopf und Nacken nur 12% der gesamten Körperfläche ausmachen.“ Diese Daten weisen auf eine neue Realität hin, die vielen Einsatzkräften und Befehlshabern wohl bekannt ist und für die dringend nach Lösungen gesucht wird: Das ungeschützte Gesicht eines Soldaten mit Körperpanzerung ist nicht nur sehr exponiert, sondern auch ein beliebtes Angriffsziel des feindlichen Gegenübers bei Häuserkämpfen.“[i]

VERLETZUNGSPANORAMA

Die Auswirkungen dieser Bilanz werden von Jahr zu Jahr verheerender. Darüber hinaus ist die Vielfalt der Gefechtsverletzungen an Kopf und Gesicht, die Bodentruppen erleiden, aufgrund der neuen, improvisierten Bedrohungen dramatisch gestiegen. Die Auswirkungen von stumpfer Gewalteinwirkung, Explosionen und Beschuss reichen von Gesichtsverletzungen des Hart- und Weichgewebes bis hin zu Schädel-Hirn-Traumata, letztere eine der „charakteristischen Verletzungen der Irak- und Afghanistan-Kriege“[ii] Das kann darauf zurückgeführt werden, dass laut dem US-Verteidigungsministerium in den Jahren 2000 bis 2015 bei mehr als 343.000 Soldaten ein Schädel-Hirn-Trauma festgestellt wurde[iii]—angefangen bei Gehirnerschütterungen bis hin zu offenen Schädelverletzungen. 

Über diese beunruhigen Statistiken hinaus sind es aber vor allem die menschlichen Schicksale dahinter, die wirklich zählen: Viele der hunderttausenden Betroffenen verbringen Monate, wenn nicht Jahre mit Wiederherstellungschirurgie, Reha und Wiedereingliederungsmaßnahmen. Oft sind die Konsequenzen, die diese Verletzungen für das Lebens des Soldaten und das seiner Familie hat, unumkehrbar. Da oft kognitive und Hirntraumata mit dem Schädel-Hirn-Trauma einhergehen, sind die verheerendsten Auswirkungen einer solchen Verletzung oft unsichtbar. Wissenschaftler und Organisationen, die sich mit den gesundheitlichen Belangen von Veteranen befassen, fangen gerade erst an, sich einen Überblick über die Spätfolgen des Schädel-Hirn-Traumas und ähnlicher Verletzungen zu verschaffen. Im Juli 2011 beispielsweise warnte die Alzheimer's Association, dass „das Risiko, an Demenz zu erkranken, für ältere Veteranen, die einmal ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben, mehr als doppelt so hoch ist.“[iv] Dank der wachsenden Zahl von Studien, die in diesem Bereich zu ähnlichen Ergebnissen kommen und aufgrund der Tatsache, dass die diesbezügliche Diagnose bei militärischen Einsätzen in neuen Gebieten mit neuen Bedrohungen keinesfalls ausgereizt ist, scheint es nur logisch, dass die Verteidigungsministerien sehr wahrscheinlich hunderte Millionen US-Dollar in die Erforschung, das bessere Verständnis und die Vorbeugung des Schädel-Hirn-Traumas investieren werden.

DIE LÖSUNG

Eine 2010 vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) (in Zusammenarbeit mit dem Veterans Brain Injury Center des Walter Reed Army Medical Center) durchgeführte und in den „Proceedings“ der amerikanischen Akademie der Wissenschaften veröffentlichte Studie beweist, dass bei der Vorbeugung von Kopfverletzungen ein vielversprechender Schritt in die richtige Richtung gelungen ist: Laut Paul Radovitzky, außerordentlicher MIT-Professor und Leiter der Studie kann schon das Hinzufügen eines zusätzlichen Gesichtsschutzes bei den derzeit verwendeten Helmen das Risiko von Gesichtsverletzungen des Hart- und Weichgewebes herabsetzen und das Auftreten von Schädel-Hirn-Traumata „deutlich reduzieren.“[v] Zu diesem Schluss kam man aufgrund einer komplexen Finite-Elemente-Analyse (FEA), die ergab, dass „das Gesicht der Hauptweg ist, über den Explosionswellen in das Gehirn gelangen.“[vi] Diese Forschungsstudie liefert den Beweis dafür, dass der Einsatz einer Gesichtsschutzvorrichtung wie Visiere und Kieferschutz (die „die direkte Weiterleitung von Explosionswellen an das Gesicht“ verhindern, wie eine vorausgegangene Studie des Walter Reed Army Institute of Research belegt[vii]) durch diese physische Barriere dazu beitragen könnten, die Zahl der Fälle von Schädel-Hirn-Traumata aufgrund von Explosionen zu senken.

Revision nimmt bei der Umsetzung dieser Studienergebnisse für die Truppen im Einsatz eine Vorreiterrolle ein und konzipiert, entwickelt und produziert eine Reihe integrierter Kopfschutzsysteme, die auf die Anforderungen eines modernen Kampfschauplatzes ausgelegt sind und von bahnbrechenden Forschungen im Bereich des Verletzungsschutzes profitieren. Vor allem Revisions Batlskin-Technologie und die verschiedenen Sets integrierter Batlskin-Komponenten stellen ein hochmodernes, modulares Kopfschutzsystem für internationale und US-Truppen dar, das unserem ungebrochenen Engagement für eine höhere taktische Überlebenschance der Soldaten Rechnung trägt.   

DAS BATLSKIN™-KOPFSCHUTZSYSTEM

Das Batlskin-Kopfschutzsystem ist das erste voll integrierte und vollkommen modulare System seiner Art. Die Batlskin-Technologie ist auch in Revisions Viper ACH-Helmen und den kuppelförmigen Cobra-Helmen integriert und verbindet auf diese Weise eine bahnbrechende Technologie mit neuen Materialien und innovativen Prozessen zur Bereitstellung von leichten Ballistikhelmschalen, stoßdämpfendem Futter und Aufhängungssystemen sowie vormontierter Helmaufsätze, Kieferschutzvorrichtungen und Schutzvisieren. All diese Komponenten sind individuell perfektioniert worden und fügen sich nahtlos in das jeweilige Helmsystem ein. Daraus resultieren Kopfschutzsysteme, die mit einem bisher unerreichten Schutz vor stumpfer Gewalteinwirkung, Explosionen und Beschuss sowie einer dank Gewichtsreduzierung und einer schnellen, intuitiven, werkzeuglosen Konfiguration verbesserten Leistungsfähigkeit aufwarten können.

ÜBERSICHT ÜBER DIE BATLSKIN-KOPFSCHUTZSYSTEMKOMPONENTEN

Die leichten Batlskin-Helme (Viper-Helme im ACH-Format und kuppelförmige Cobra-Helme) sind mit branchenführender Schalentechnologie ausgestattet. Gefertigt aus hochmodernen Hybrid-Materialien – von modernen Maschinen in innovativen Fertigungsverfahren geschnitten, geklebt und gepresst – können die Batlskin-Schalen eine bedeutende Gewichtsreduzierung – sie sind mindestens 15% leichter als handelsübliche Aramid-Schalen und garantieren Komfort auch bei langen Anwendungen sowie Wendigkeit – und eine hervorragende ballistische Leistung im Vergleich zu Standard-Aramid-Helmen verzeichnen. Die solide Konstruktion der Batlskin-Helme sorgt für besseren Schutz vor stumpfer Gewalteinwirkung, Explosionen und ballistischen Bedrohungen.

Das modulare Batlskin-Aufhängungs- und Haltesystemist auf optimale Stabilität und höchsten Komfort ausgelegt, beides unerlässlich bei geschwindigkeitsintensiven Manövern. Das System verfügt über eine aufprallsichere Innenschale mit niedrigem Profil aus schweißableitendem Material, ein verstellbares Helmnetz, das die Helmschale sicher auf dem Kopf des Trägers hält und auf diese Weise eine freie Luftzirkulation für zusätzliche Kühlung ermöglicht, eine Drehscheibe zur Änderung der Einstellungen sowie Komfortpolster, die mit einer weiteren Schicht für höheren Tragkomfort und bessere Anpassbarkeit sorgen. Der Helmträger kann die Passung des Kopfumfangs über eine Drehscheibe an der Rückseite des Helms einstellen. 


 

Der patentierte Batlskin-Allzweck-Helmaufsatzist eine leichte und sehr stabile Grundschale, an die weitere Ausrüstungsgegenstände schnell und problemlos angebracht werden können. Vor allem das Batlskin-Visier wird über den Helmaufsatz befestigt und sorgt für die nahtlose Integration dieses Schutzschildes in das Kopfschutzsystem sowie die Abdichtung zum Kieferschutz und eine flexible Einstellung in viele verschiedenen Positionen. Die Raffinesse des Helmaufsatzes besteht unter anderem auch darin, dass er ebenso als Universal-Halterung für Nachtsicht- oder ähnliche Überwachungsgeräte genutzt werden kann und so optimale Effizienz sicherstellt.

Der Batlskin-Hochrisiko-Kieferschutzist leicht und bietet dennoch zuverlässigen Schutz des Unterkiefers vor stumpfer Gewalteinwirkung, Explosionen und Beschuss. Er ist äußerst beständig und weitere Komponenten können dank des niedrigen Profils schnell befestigt und im Handumdrehen wieder entfernt werden. Der Kieferschutz fügt sich nahtlos in alle modularen Batlskin-Komponenten ein und kann auch für Beobachtungsmissionen angepasst werden. Der Kieferschutz ist mit einem Gitter aus hochfestem Polycarbonat oder Stahldraht erhältlich und kann auf diese Weise an verschiedene Bedrohungszenarien angepasst werden.




 

Das Batlskin-Visier mit drei Positionenschützt Augen und Gesicht vor stumpfer Gewalteinwirkung, Explosionen und Granatsplittern. Das im Spritzgussverfahren hergestellte und mit perfekter Optik ausgestattete Batlskin-Visier bietet wie alle Modelle aus Revisions innovativen Schutzbrillenserien ein maximales Sichtfeld für ein ausgezeichnetes Situationsbewusstsein und kann in mehrere Positionen verstellt werden – geschlossen, belüftet und hoch. Konzipiert für das schnelle An- und Ablegen mit einer Hand kann man sich bei Rahmen, Dichtung und Halterung des Visiers auf die sichere Befestigung am Helm während durch Explosionen hervorgerufenen Überdruckbelastungen verlassen. Darüber hinaus sind die Visiere mit Revisions bahnbrechender OcuMax Plus-Beschichtung versehen, was sie äußerst widerstandsfähig gegen Beschlagen, Verkratzen und Chemikalien macht. 

Die Interlocking Railsliegen auf beiden Seiten bündig an der Helmrundung an und sind mit dem Helmaufsatz verbunden. Die Seitenschienen dienen dem schnellen und einfachen Anbringen von Geräten wie Kameras, Lichtern und anderen, am Kopf getragenen Ausrüstungen. Die Standalone Long Rails können alternativ mit Nachtsichtgerät und der entsprechenden Halterung verwendet werden.


  1. [i] Petersen, K., Hale, R. G., Hayes, D. K., Blice, J. P. (2008). Prevention and management of combat-related infections of the maxillofacial, head and neck region: a review. in The Journal of Trauma, (64)3, S. 265-76.
  2. [ii] Hoge, C. W., McGurk, D., Thomas, J. L., Cox, A. L., Engel, C. C., Castro, C. A. (2008). Mild Traumatic Brain Injury in U.S. Soldiers Returning from Iraq. in The New England Journal of Medicine, (358) 5, 453-63.
  3. [iii] DoD Worldwide Numbers for Traumatic Brain Injury ‘00-‘15 (2016). Defense and Veterans Brain Injury Center. Zitiert aus http://dvbic.dcoe.mil/dod-worldwide-numbers-tbi
  4. [iv] Kristine Yaffe, MD, et al. Traumatic Brain Injury and Risk of Dementia in Older Veterans. (Sponsor: US-Verteidigungsministerium). Zitiert aus http://www.alz.org/aaic/monday_1230amCT_news_release_brain_injury.asp
  5. [v] Hirsch, J. (22. November 2010). MIT-Studie: Adding face shields to helmets could help avoid blast-induced brain injuries. MIT-Pressekontakte Zitiert aus http://web.mit.edu/press/2010/brain-injuries-1123.html
  6. [vi] Hirsch, J. (22. November 2010). MIT-Studie: Adding face shields to helmets could help avoid blast-induced brain injuries. MIT-Pressekontakte Zitiert aus http://web.mit.edu/press/2010/brain-injuries-1123.html
  7. [vii] Hoge, C. W., McGurk, D., Thomas, J. L., Cox, A. L., Engel, C. C., Castro, C. A. (2008). Mild Traumatic Brain Injury in U.S. Soldiers Returning from Iraq. in The New England Journal of Medicine, (358) 5, 453-63.

 

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